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meine Lebensgeschichte

 

Ich wurde am 3. Oktober 1962 in Wil SG als Einzelkind geboren. Meine Eltern führten ein Geschäft mit Spielwaren, Fischereiartikeln, Modellbau und Lederwaren. Nebst meinen Eltern wurde ich noch von meiner Gotte, die zugleich Haushälterin war im wahrsten Sinne des Wortes behütet. Ich hatte zwar alle Annehmlichkeiten und Liebe wie in einer Glasglogge, aber von der Umwelt wurde ich mit dem älter werden abgeschottet. Zudem erhielt schon früh den Kontakt zu Alkohol, weil zu einem guten Essen eben Alkohol dazugehörte. So begleitete mich der Alkohol, namentlich das Bier schon früh, also schon in der Schulzeit. Die KV Lehre absolvierte ich im Elterlichen Betrieb und auch hier spielte das Bier eine wesentliche Rolle. Mit 18 begann ich dann auch noch zu Rauchen. Natürlich dann auch im Militär Zigaretten und Bier. Es kam dann soweit dass statt Kaffee am Morgen die Flasche Bier dazugehörte als Frühstück. So begannen natürlich auch im Geschäft die finanziellen Probleme, da die Kunden ausblieben. Als dann im Jahr 1989 noch der Vater starb, konnten meine Mutter und ich das Geschäft nicht mehr halten und mussten es aufgeben. Wir zogen dann nach Freidorf im Thurgau und wollten in Arbon einen Neustart machen. Aber Anfang Januar 1990 starb auch meine Mutter im Alter von nicht ganz 52 Jahren am Alkoholmissbrauch. Doch ihr Tod war der erste Schritt aus der Sucht. Durch ihren Tod begann ich wieder zu beten. Dadurch nahm nun ganz langsam Gott  meine Lebensplanung in seine Hand. Doch  ich trank natürlich munter weiter. Der Geschäftsneustart misslang und ich begann eine Stelle zu suchen. Doch ich wurde immer wieder abgelehnt. Heute weiss ich dass es wegen meiner Alkolfahne war, aber damals verstand ich es nicht.  Es kamen dann auch die ersten Betreibungen ins Haus. Aber die kümmerten mich nicht. Hauptsache ich konnte mein Bier trinken. Dies steigerte sich dann bis zu 10 Flaschen am Tag. 1991 fand ich dann doch noch eine Stelle als Filialleiter in einem CD Shop. Doch das saufen konnte ich nicht lassen. Auch im Geschäft. Von den 2700 Fr. Lohn, brauchte ich rund 2000 Franken nur für Bier und Zigaretten pro Monat. Dies führte dann unweigerlich nach gut 10 Monaten zur Entlassung. Durch die vielen Betreibungen und meinen Antrag auf Arbeitslosengeld wurde nun die Gemeinde auf mich aufmerksam und bat mich zu einem Gespräch, dem ich natürlich nicht ausweichen konnte. Nach diesem Gespräch wegen meinen finanziellen Problemen, packte ich meine sieben Sachen und zügelte im Januar 1993 nach Wil zurück, wo durch einen Freund meines verstorbenen Vaters eine kleine Wohnung bezog. Nun musste ich auf Sozialamt wegen dem Geld, da es eine Zeit ging bis die Arbeitslosenkasse zahlte. Ich erhielt aber nur das Haushaltsgeld für eine Woche, der Rest wurde direkt vom Amt überwiesen, da der Sozialarbeiter mit klipp und klar ins Gesicht sagte, dass ich ein Alkoholproblem hätte. Mein neuer Hausarzt doppelte nach und liess mich nicht mehr los. Dann kam noch der Alkoholberater dazu. Nun konnte ich endlich mal mit jemanden über all meine anderen Probleme reden. Das tat gut. Ich musste dann wegen einer kleinen Sache ein paar Tage im Spital behandeln lassen und kam natürlich entgiftet nach Hause. Jetzt wollte ich beweisen, dass ich kontrolliert und vernünftig Bier trinken kann. Dies ging genau eine Woche gut und dann war ich wieder im alten Sauftrott drin. Nun war mir klar, dass ich es nicht alleine Schaffe. Doch wollte ich dies wirklich ? Ja und Nein. Eines Tages machte es mir im Kopf KLICK und ich stellte mich vor die Entscheidung: Entweder zu Tode saufen oder etwas dagegen unternehmen und das Leben wieder geniessen können. Ich entschied mich für das Zweite und es wurde mir auch klar, dass ich Alkoholkrank bin. Das war der erste Schritt zum Suchtfrei werden. Meine Kraft bezog ich damals schon aus meinem starken Glauben an Gott. In vielen Gesprächen und Ueberlegungen kam ich in den Kontakt mit verschiedenen Kliniken. Doch eine sechsmonatige Therapie ging mir einfach zu lange. Dann erhielt ich die Kurztherapie Beschreibung des Spitals Wattwil, die nur drei Wochen ging. Das sprach mich an. So sass ich wieder einmal stockbesoffen meinem Hausarzt gegenüber. Als er meinte, dass ich doch endlich etwas gegen meine Krankheit unternehmen sollte, sagte ich nur, dass mich Wattwil interessieren würde. Peng mein Arzt griff zum Telefon und ich war angemeldet. Nun vergingen noch rund drei Wochen bis zum Eintritt. Während dieser Zeit feierte ich eine Sauforgie nach der Anderen. Am Donnerstag Abend vor dem Einrücken, feierte ich nochmal richtig voll und liess mich total volllaufen. Mir war klar, dass ich es nicht aus eigenem Willen schaffen würde. So betete ich am Freitagmorgen vor Pfingsten 1993 vor dem Einrücken zu Jesus und übergab ihm mein Leben. Ich sagte zu ihm: Jesus hier bin ich als totaler Schrotthaufen, ich schaffe es nicht, aber wenn Du willst und mich führst dann werde ich es schaffen.  Um 1400 rückte ich betrunken ins Spital ein. Nach dem ersten Untersuch, sagte ich dem Arzt klipp und klar, dass ich den Entzug ohne irgendwelche Medikamente machen wolle. Er willigte ein und ich begann den sogenannt kalten Entzug. Allein dies ist schon der Horror. Meine Kraft aber schöpfte ich aus dem Glauben. Am nächsten Tag hatte ich das grosse Zittern an den Händen und Durst. Dies legte sich dann von Tag zu Tag. Am Dienstag begann dann die dreiwöchige Therapie. Wir waren eine lustige Truppe aus 5 Männern und einer Frau. Die Therapie bestand aus Gesprächen, Bewegung, Malen, Werken etc. Schon nach einer Woche war mir klar, dass ich nun mein ganzes Leben lang keinen Alkohol mehr trinken darf. Nach drei Wochen wurden wir entlassen. Etwa 3 Monat nach der Entlassung wachte ich Nachts im Bett mit total steifen  und blockierten Gelenken auf. Gleichzeit war ein dumpfes Rauschen wie ein Sturmwind zu hören, obwohl es draussen Windstill war. Ich betete zu Gott und nach etwa 10 Minuten war der Spuk vorbei. Heute weiss ich, dass mit dem Rauschen der Dämon Alkohol aus mir herausgefahren ist. Seit dieser Zeit sind nun 20 Jahre vergangen ohne jeglichen Rückfall. Ich durfte wirklich von der Alkoholsucht frei werden. 1995 schaffte ich es auch noch mit dem Rauchen von einem Tag auf den Anderen aufzuhören. Ich suchte dann lange eine Arbeit, aber immer wieder musste ich aufgeben, da ich den Belastungen nicht mehr standhielt. So reduzierte ich mein Pensum. Nun kaufte ich mir einen deutschen Schäferhund und begann mit ihm zu arbeiten. Leider verstarb er sehr früh, sodass  1998 Fenia als deutsche Schäferhündin zu mir kam und ich sie auszubilden begann. Ich begann auch erfolgreich Prüfungen mit ihr zu machen.  Ebenfalls 1998 zog ich nach Dussnang um in ein altes Bauernhaus und zwei Jahre später zog ich dann ins Toggenburg nach Ennetbühl in ein kleines schönes Häuschen um. Im Jahr 2000 übernahm ich eine Mischlingshündin Laska, die ich ebenfalls ausbildete. Leider verstarb sie mit 4 Jahren im Jahr 2002 an einem Darmverschluss. Ebenfalls im Jahr 2000 wurde bei mir die Zuckerkrankheit infolge des Alkohlmissbrauchs diagnostiziert, die mich nun weiter als Insulinpumpenträger durchs Leben begleitet. So kam dann nach Laskas Heimgang; Bailey eine Langhaarschäferhündin zu uns, die als Freizeitpartner ausgebildet ist. Ich legte dann auch die Prüfung zum Welpenspielgruppenleiter erfolgreich ab. Bis Frühjahr 2006 war ich Welpenspielgruppen- und Junghundeleiter im Hundesport Toggenburg. Jetzt gebe ich meine Erfahrungen im Kynologischen Bereich selbständig weiter.  Auch gewann ich meine Fitness zurück und mache mit meinen beiden Hunden Wanderungen und bis zu 10 stündige Bergtouren und bis an die Grenze zum klettern  Seit August 2004 betreue ich auch noch 12 Pferde in einer kleinen Pension. Diese Pferde darf man auch reiten. So begann ich im September 2004 das Reiten zu lernen. Nach gut einem Jahr begann bzw durfte ich bereits im Gelände alleine reiten. Ein für mich unvergessliches Erlebnis war dann am 26. Dezember 2005, wo ich in der Weihnachtsquadrille des Reitsportzentrum Buchs mitreiten durfte und danach begannen zwei sehr intensive Trainingsmonate, sodass ich mich dann am 04.März 2006 der Schweizerischen Reiterbrevetprüfung klassisch stellte und teilnahm. Und dann kam mit Freuden-Tränen in den Augen einer meiner glücklichsten Momente in meinem Leben, als ich erfahren durfte, dass ich diese Reiterbrevetprüfung klassisch bestanden habe. Nun trainiere ich bereits für mein nächstes Ziel im Reitsport: den Silbertest, den ich im 2007 machen wollte, aber es kommt immer anders als man denkt. Trotzdem aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Im  November 2005 habe ich mit der bestandenen theoretischen und praktischen Prüfung meine Ausbildung zum Pferdesamariter erfolgreich abgeschlossen. So sind die Hunde und auch Pferde mir  So ans Herz gewachsen, dass ich umgezogen bin. Ich habe nur 10 Minuten Fahrzeit entfernt von meinen Lieblingen ein schönes Appenzeller Bauernhaus gemietet und dadurch dem Toggenburg mit einem Lachenden und Weinenden Auge Adieu gesagt. So geistern wir nun in Bühler im Appenzell Ausserrhodischen umher. Es waren sechs schöne Jahre im Toggenburg, aber dass etwas Neues beginnen kann, muss das alte zuerst sterben. Wir fühlten uns hier Schäferhunde und  Pferdewohl. Es war herrlich hier.  Warum ich in der Vergangenheit schreibe können Sie weiter unten lesen. Am 9. September 2006 nahm ich zum erstenmal am Vereinsinternen Concour Teil. Damit ich auch hier mal meine ersten Erfahrungen machen konnte. Nighty und ich waren auf gutem Kurs. Auch die Parcours Reihenfolge hatte ich perfekt im Kopf, aber aus irgendeinem Grund gab ich Nighty nach einem Hindernis nicht das Zeichen für eine Rechtskurce um das Auf/Ab zu machen. Dann war halt ein Baum im Weg und Nighty machte logischerweise einen Schwenker. So fand ich mich dann leider am Boden wieder. Und so schied ich ehrenvoll durch Sturz aus. Halb so schlimm, denn das gehört beim Reiten dazu. Mich nervte es einfach weil wir gut auf Kurs waren. Aber was solls. Am Abend hatten wir bei Salat, Grilliertem und Dessert doch noch ein tolles Beisammensein. Ob gewonnen oder nicht. Mitmachen ist alles und der Rest ist training, training und nochmals training. Zudem konnte ich dann ein paar Tage später den ganzen Parcour übungshalber nochmal reiten und siehe, diesmal klappte es bestens. So durfte ich damit auch meine "Reiter-Ehre" wieder herstellen. Jetzt bin ich einfach weiter am Trainieren, sodass ich dann irgendwann meinen ersten offiziellen Concour bestreiten kann. Mal schauen.....


Am 27. Dezember 2006 machte ich wieder mit Erfolg an der Weihnachts-quadrille im Reitsportzen-trum Buchs mit.

Nach 1 1/2 Monaten harten inten-sivem Training durften ich und meine Reiter-kollgen/innen mit unseren 9 Pferden, unsere 9er Quadrille mit dem Titel schwarz/weiss einem tollen Publikum vorführen. Der Schlussapplaus war die verdiente Belohnung für unser Training.

Oben schrieb ich ja dass für etwas Neues, das alte Sterben muss und dass wir uns am unserem neuen Wohnort wohl fühlten denn am Sylvester 06 kam ein harter Schlag für uns. Denn der Vermieter und Besitzer unseres neuen schönen Zuhause, verstarb ganz unerwartet. Da er keine Nachkommen hat, wird es eine Erbengemeinschaft geben und wir werden ziemlich sicher wieder umziehen müssen. Kurz darauf machte mich der momentane "Verwalter" darauf aufmerksam, dass er meine Hunde nicht in der Wohnung dulde, sondern nur im Gang und draussen vor dem Haus. Aufgrund dieser Antwort entschloss ich mich schweren Herzens freiwillig von hier wegzugehen. Nun sind wir wieder am Suchen nach einem neuen Haus. Denn in eine Wohnung werden wir nie und nimmer ziehen.

 
Am Freitag 12. Januar 2007 wurde nun klar und wahr, was ich schon immer wusste. Der momentane Verwalter kam vorbei und wir hatten eine Aussprache in normalen Ton. Aber er spinnt.

Da es eine Erbengemeinschaft gibt müssen  wir raus, denn sie wollen nicht dass wir bleiben. Ich muss nicht sofort raus, das ist das einzige positive. Ich kann jetzt ohne Kündigung unter gewissen Bedingungen bleiben, bis ich was anderes gefunden habe. Aber diese Bedinugungen sind idiotisch und können wir nicht aktzeptieren. Wir Hunde dürfen jetzt ausnahmsweise auch in der Wohnung bleiben. Nach diesem Typen müsste ich aber jeden Tag das ganze Haus Spitalrein putzen, damit es ja nicht nach Hund schmecken könnte. Ich müsste also eine klinisch reine Umgebung schaffen. Er will ein 5 Stern Hotel Ordnung wie z. B. kein Glas in der Spüle usw. Eine Holztreppe verkratzen die Hunde mit ihren Pfoten oder auch die Wände. Wortwörtlich sagte er nur unter der Bedingung, dass das Haus immer tip top bico bello blitzblank sauber und geputzt sei. Ich müsse jeden Tag Staubsaugen perfekt putzen. Er hätte auch Schäfer gehabt und er wisse, dass dann gleich mal die Hunde stinken und dann auch das Haus. Er habe einen Fall gehabt wo man nach dem Auszug eines Mieters mit Hunden, das ganze Haus aushölen musste weil es stinkte. Er habe selber Wohnungen und jedes Mal wenn ein Mieter gehe, müss er die Teppiche auswechseln und dies Koste dann Fr. 2500.—usw. Unter den Bedingungen dass ich eine Spitalatmosphäre (das ist mein Ausdruck) schaffe können wir im Moment bleiben.   Er stört sich auch daran, wenn ich meine Sachen auf dem Tisch ausgelegt oder was rumliegen habe ( das hat er nicht gesagt, aber für mich kam dies klar zum ausdruck.). Also ist es für uns klar: Keine Sekunde länger in diesem Haus bleiben als unbedingt nötig. Wir hauen so rasch wies nur geht ab. So was habe ich noch nie in meinem Leben erlebt.

ICH RATE EUCH ZÜGELT NIE MIT HAUSTIEREN INS APPENZELLERLAND, DENN HIER SIND HUNDE NUR DRAUSSEN GEDULDET. 

Am Donnerstag 18. Januar 2007 dachte ich mir, kaufe doch mal die Zeitschrift Tierwelt, vielleicht hat es da noch ein Haus drin für uns. Zuhause angekommen, durchforschte ich den Liegenschaften Markt. Und ich fand ein Angebot, das mir passte. Ich ruf sofort an und es gab einen Termin auf Samstag. Ich schaute mir das Haus an und es gefiel mir, auch die Vermieterfamilie war mir sofort sympathisch und wir hatten sofort den Draht zu einander. Schon deshalb weil sie auch Pferde hat und züchtet die Freiberger Rasse. Selber ist sie im Fahrsport tätig. Ich sagte klar, dass es für mich klar wäre. Und musste mich dann bis Dienstag Gedulden. Am Dienstag 23. Januar um ca 1030 kam der erlösende Anruf, dass wir einziehen können und zwar schon per März 2007. Nun fielen zig Tonnen vom Herzen. Seither kann ich wieder fröhlich sein. Und der jetzige Verwalter unseres noch Hauses, war sofort einverstanden dass wir nicht die normale Kündigungsfrist einhalten. Ich glaube er jubelte, dass er uns los ist. Denn er betrieb in letzter Zeit echt Mobbing. Aber diese Geldgierigen Erben werden noch ihr blaues Wunder erleben und Riesenkrach bekommen, denn ich weiss etwas, dass sie nicht wissen. Nur darf ich es hier nicht schreiben, aber es wird krachen und dies mag ich denen von Herzen gönnen. Aber dies ist dann nicht mehr mein Problem, denn dort wo wir hinkommen sind wir inklusive meinen Hunden herzlich und mit Freuden willkommen. Und nun sind wir am packen was geht und zählen die Stunden bis wir hier Tschüss sagen können. Wir bleiben in der Nähe, gehen aber zurück ins St.Gallische; nähmlich Andwil wird unsere neue Wohngemeinde werden.   

Ich bin froh, dass diese schwere Zeit nun vorbei ist. Denn nun weiss ich selber was heisst schwere Depressionen zu haben. Ich bin jetzt 14 Jahre Alkohol Sucht frei ohne Probleme und hätte nie gedacht, dass ich einmal ganz knapp an einem Rückfall vorbeischramme. Doch dieser Typ hat es fertiggebracht mich fast in den Rückfall und Sauferei zurückzuwerfen. Aber zum Glück, mit Hilfe von vielen Kollegen am Telefon, per Mail und meinen Chefs, sowie auch den Hunden und meinen 12 treuen Pferden und der Reiterei, aber auch mit Gottes Hilfe, schrammten wir nur, ohne etwas getrunken zu haben. So seht ihr, dass auch ich nicht vor einem Rückfall 100%ig geschützt bin. Es kann/könnte auch mir passieren, denn auch ich bin nur ein Mensch. Nur habe ich gute Strategien entwickelt dagegen einzuwirken. Und 14 Jahre schöner Lebensaufbau wollte ich auch nicht einfach wegen solch einem Typen kaputtmachen. Nun freuen wir uns auf unser neues Zuhause...........    

Im März 2007 bezogen wir dann unser neues Zuhause in Andwil SG. Ich entrümpelte bei diesem Umzug auch gleich meine Sachen und richtete unser neues Daheim fast komplett neu ein. Nicht mit neuen Möbel, denn dies erlaubt mir mein Budget nicht. Aber ich fand viele schöne und tolle Sachen im Heilsarmee Brockenhaus. Und zu allem Glück fand ich über ein Inserat das ich gemacht habe, eine Freundin...zum erstenmal in meinem Leben hatte ich nun ein Freundin. Wir verstanden uns von Anfang an gut und trafen uns an fast jedem Wochenende. Auch verbrachten dann unsere ersten Kurzferien im Europapark bzw San Jon zusammen. Bis wir dann im Sommer unsere Sommerferien zusammen verbrachten. Und die führten uns mit dem Wohnmobil von der Schweiz aus nach Norwegen bis ans Nordkapp mit der wunderbahren Mitternachtssonne. Es war eine wunderschöne Zeit und die nordischen Länder kann ich als Ferienland nur empfehlen. Doch leider mussten wir immer mehr feststellen, dass wir doch gewisse Unterschiede in unseren Ansichten und Einstellungen haben, die eine dauerhafte Partnerschaft nicht möglich machen würden. So trennten wir uns leider nach den Ferien in Frieden. Für mich war es sehr hart, da ich mich immer nach einer Freundin/Partnerin gesehnt habe. Doch das Leben ist manchmal hart. Ich habe auch den Teilzeitjob als Pferdepfleger an den Nagel gehängt weil ich einen tollen Job in Aussicht hatte. Doch leider wure nichts daraus, sodass ich im Moment wieder etwas am Suchen bin. Und ich bin sicher, dass ich wieder etwas tolles finden werde. Doch eine Partnerin ist im Moment nicht in Sicht. Lassen wir einfach den Dingen hier ihren Lauf und es kommt sowieso wie es kommen muss. Für mich würde mein grösster Lebenstraum/Wunsch in Erfüllung gehen, wenn ich endlich die richtige Partnerin finden würde mit der ich eine Familie gründen könnte. Wenn Sie dies lesen und denken, dieser Markus wäre was für mich, dann nichts wie los und ein Mail oder den Kontakt benutzen und schreiben. Ich beisse nicht und freue mich darauf. 

So feierte ich meinen Geburtstag wieder wie schon die Jahre zuvor allein mit meinen beiden Hunden und einem Rehpfeffer am Abend und ohne Geschenke. Doch ein Geschenk bekam ich heute noch vom Vermieter mündlich zugesagt. Nähmlich dass wir hier unerwünscht sind und ein neues Daheim suchen sollen bis zum nächsten Frühling. Was solls, wir finden schon was. Es kommt immer wie es kommen muss.

Am Wochenende vom Freitag 12. und Samstag 13. Oktober schaute ich mir zwei Pferdepfleger Angebote an. Am Freitag eines im AG und dann gings ins Fribourgische. Ich übernachtete in einem Hotel und arbeitete dann am Samstag auf Probe. Es sind eigene und Pensionspferde. Es gefiel mir gut. So entschied ich mich für das Friebourgische Angebot. Ende Oktober fuhr ich dorthin um dort meine Arbeit zu beginnen und ich freute mich. Es stant mir ein Gäste - Zimmer zur Verfügung bis ich eine Wohnung gefunden habe. Dort hätte ich in eine Wohnung gehen müssen, weil die Mieten für Häuser zu teuer für uns sind. Die Hunde waren kein Problem. Auch hier könnt ihr wieder sehen, es gibt viele Tiefs und manchmal weiss man weder ein noch aus und doch geht eines Tages wieder eine Türe auf. Dies funktioniert sicher auch so, aber am besten funktionierst wenn man einfach auf Gott vertraut und manchmal halt den steinigen Weg nimmt, den einem halt Gott manchmal vorgibt. Denn er weiss schon warum, weil unser Lebensbuch schon geschrieben ist und keiner weiss welche Seiten schon gelesen sind und welche bzw wieviele noch vorhanden sind. Und genau das ist das Schöne, aber auch spannende wenn man sein Leben Gott übergibt und sich von ihm führen lässt. Es macht einfach mega spass und ist spannender als jeder Krimi. Die erste Woche ging gut und auch die zweite Woche war eigentlich Problemlos. Am dritten Wochenende nahm ich ein kleines Kreuz mit und stellte es in meinem Zimmer auf. Und jetzt begann Gott zu wirken als Schwert und Schild für die Anfechtungen. Denn kaum hatte ich dieses Kreuz aufgestellt, merkte ich dass hier nicht ganz alles stimmt und ich nicht auf Dauer Glücklich werde. Ich kämpfte am Anfang dagegen an, doch am Dienstag bzw Mittwoch war mein Entscheid gefallen, dass ich hier aufhöre und wieder in meine alte Heimat und Wohnort zurückkehre und zwar so schnell als Möglich. Ich habe dann auch bereits meine Fühler nach einer anderen Stelle ausgestreckt und konnte bereits einen Vorstellungstermin ausmachen. Dann kam der Mittwoch Abend und der grosse Knall. Mein Chef fragte mich, ob es mir gefalle und ich sagte ja schon, aber das gewisse etwas fehle mir halt. Den wahren Grund konnte ich nicht nennen. Er meinte ich müsse es ihm sagen, dass er die Stelle ausschreiben könne. Ich sagte er solle sie ausschreiben. Er meinte nur, dann hast Du schon was anderes und ich gab zur Antwort, dass ich am Samstag etwas anschaue. Dann meinte er, er habe sovielen abgesagt und ich sei Unehrlich gewesen. Aber ich solle doch wenigsten noch bis Ende Monat bleiben. Ich bejaht zögerlich und damit war das Gespräch beendet. Nach dem Nachtessen, dachte ich mir, dass ich meinem Chef wenigstens helfe und setzte ein Inserat ins Internet mit seiner Natel Nr. Und jetzt gabs den Knall. Gegen 2300 Uhr klopfte es an die Türe und eine barsche raue Stimme schrie mach sofort die Türe auf. Ich öffnete und dann hiess es, dass ich entweder sofort anständig sein solle oder sofort gehen könne. Ich entschied mich für das letztere. Packte meinen sieben Sachen ins Auto und fuhr um Mitternacht los zurück in die Ostschweiz nach Andwil. Meinem Chef hats nicht gepasst, dass ich ein Inserat für ihn machte. Das brachte ihn zum Kochen. Und damit zeigte er sein wahres Gesicht. So bin ich froh dass ich dort nicht weitermache. Es hat mir aber auch gezeigt wie stark Gott als Schutz wirken kann. Denn hier zeigte sich woher der Wind wehte, nähmlich von Luzifer. Aber Gott ist stärker. Das passierte wegen dem Kreuz. Wir fuhren nun durch die Nacht heimwärts bei Schneetreiben und sehr misslichen Strassenverhältnissen. Gegen 0300 Uhr in der früh kamen wir gut und gesund zuhause an. Nun sind wir wieder am Suchen bzw können uns am Samstag bei einer sehr interessanten Stelle vorstellen. Ah ja der wahre Grund dass es mir fehlte ist der Umgang mit den Pferden und die Einstellung dazu. Sie werden schon recht gehalten, aber liebe und Antennen haben die Leute nicht zu geben um zu fühlen was los ist. Es tut mir nur für die Pferde leid, aber deshalb konnte ich nicht bleiben.    

Dann erhielt ich noch die Kündigung des gemieteten Hauses auf Ende Februar. Denn ich habe auch im Haus den Herrn als Schild und genau dies passt halt auch hier Luzifer nicht, deshalb müssen wir gehen.

Sie können nun denken ich spinne, sei in einer Sekte usw...Sie können auch denken, den Satan und die Hölle gebe es nicht, genauso wie es Jesus und Gott nicht gebe....Das ist mir egal, ich spinne nicht und bin in keiner Sekte. Ich weiss, dass es das Böse und Satan gibt, genauso wie es Engel, Jesus und Gott gibt, der aber stärker als das Böse ist, wenn man ihm Vertraut. Ich habe Gott schon in vielen Situationen erlebt, ich habe Gott (Jesus) gesehen, ich habe Engel als Begleiter an meiner Seite und Mitfahrer im Auto, Zug, etc. gespürt und auch schon gesehen, ja sogar ganz Scharen von Engel gesehen, ich habe auch ihre Stimme gehört....Ja ich habe es erlebt wie Gott, Jesus, Engel mich vor Unfall und Unheilt bewahrt haben, mich geführt haben auf Engen gefährlichen Pfaden........ja lieber Leser, das ist meiner Erfahrung, kein Hirngespinnst, keine Halluzinationen, nein es ist die Realität, wenn die Antennen offen sind, können auch Sie dies spüren und erleben.....und was gibt es nichts Schöneres als in einer Sicherheit in jeder Situation zu leben..... 

Ich fand dann ein Pferdepfleger Angebot in der Nähe wo wir noch wohnen. Dieses Angebot nahm ich dann an und begann Probe zu Arbeiten. Doch aufgrund verschiedener Umstände machten meine Gelenke in den Händen, Knien und Kreuz nicht mit, sodass ich aufgeben musste. Denn die Gesundheit ist mir doch  noch wichtiger als ein Job. Nun ist im Moment vieles Offen. Es ist im Moment auch Ungewiss, ob ich jemals wieder Pferde betreuen kann, reiten schon, aber das andere ??? Aber auch hier lasse ich nun einfach Jesus und Gott schalten und walten und vertraue grenzenlos auf ihn. Aber eines ist sicher, dass wir Advent und Weihnachten noch am jetzigen Wohnort feiern werden. Denn diese Zeit ist für mich die schönste Zeit des Jahres und wir lassen es uns trotz allen Problemen nicht nehmen diese Zeit zu geniessen und zu feiern mit Adventskranz und Christbaum. Da ich aber im Moment nicht weiss wie es mit einer Teilzeitarbeit weitergeht ist in dieser Hinsicht und auch Wohnmässig alles offen. Ich habe einige Lichtblicke und lasse mich nun überraschen was uns das Jesus Kind in der Krippe zu Weihnachten schenken wird......Denn wer mit diesem Kind und Gott lebt und ihm grenzenlos vertraut, der hat auf festen Grund gebaut und weiss, dass irgend ein Türchen wieder aufgehen wird. Auch wenn man manchmal denkt dass es nun nicht mehr geht. Es geht weiter, das ist sicher.........

Mitte Dezember 2007 meldete ich mich auf eine Pferdepflegerstelle, die meinen Vorstellungen ziemlich genau entsprach. Denn ich bin wieder OK. Und weiss einfach, dass wenn überhaupt etwas machen, ich nur etwas mit Pferden machen kann. Nach dem Vorstellungsgespräch machten ich ein Probearbeiten aus. Aber nicht nur einen Tag, sondern gleich drei volle Tage. Denn nur so konnte ich merken ob es wirklich geht. Und es ging. Absolut keine Gelenkprobleme. Nun werde ich ab Mitte Februar in einem feinen, kleinen Reit- und Fahrstall 22 Pferde betreuen. Darauf freue ich mich mega. Wir brauchen jetzt einfach noch ein passendes Obdach zu finden. Auch hier vertraue ich auf Gott und es tut sich auch was. Nun sind wir schon fest am Packen, damit der Umzug dann reibungslos über die Bühne geht.

Einen kleinen Wehrmutstropfen kam dann doch noch auf mich zu. Fenia, meine ältere Hündin, die im April 10 Jahre alt wird, entwickelte eine Inkontinenz, die wir nun mit Tabletten einigermassen im Griff haben. Doch sie merkt auch nicht mehr, wenn sie Stuhl absetzen muss. Er kommt einfach raus. Und dies kann mann leider nicht behandeln. Vor allem wenn sie schläft merkt sie beides nicht mehr. Aber damit kann ich leben. Denn sonst ist sie noch topfit. Sie hat mir soviel geholfen in schwierigen Lebenssituationen, dass es nun an mir ist, ihr zu helfen wo es geht. Denn so rasch gebe ich sie nicht her. Wir werden das Kind schon schaukeln.......

Denn ich brauche im Moment meine Hunde sehr. Weil ich genug negatives um mich herum erlebt habe, von verschiedensten Menschen, die mich fertigmachen wollten. Sie schaften es aber nicht, weil Jesus mein Schild und Schwert gegen sie ist. Trotzdem bin ich im Moment psychisch sehr stark angeschlagen. Wenn aber alles mal vorüber ist und ich wieder meine Hufler habe, im Sattel sitze....dann bin ich sicher gehts auch mir wieder besser........   


Im November ging ich dann beim Stall Iseli in Aeugst am Albis Probearbeiten. Der Stall und die Athmosphäre gefiel mir von Anfang sehr gut und auch mit meinen eventuellen Chefs verstand ich mich von Anfang sehr gut. So einigten wir uns und ich konnte dann beruhigt nach Hause fahren, dass ich per Mitte Februar 08 dort Anfangen kann. Jetzt galt es noch eine passende Wohnung in vernüftiger Nähe zu finden. Denn von der Ostschweiz aus dorthin zu pendeln ist zu Weit und von den Kosten her zu teuer. Eine Wohnung weil hier im Zürcher/Aargauer Gebiet die Häuser zu teuer sind. Nach einigen Besichtigungen und telefonaten fanden wir dann eine passende, bezahlbare Wohnung in Menziken Aargau. Per Mitte Februar zogen wir um in unsere neue einfache aber gemütliche 3 Zimmer Wohnung. Sie ist Parterre und mit Gartensitzplatz und hat einen Laminat Boden. Also Ideal für die Hunde und natürlich vor allem für Fenia mit ihrem klienen Inkontinenz Problem. Nach dem Umzug begann ich im Stal Iseli 22 Pferde zu betreuen. Der Grösste Teil sind Pensionspferde...dazu kommen noch 6 Schulpferde. Denn ist neben einem Pensionsstall auch eine Reitschule und das Gespannfahren kann man dort auch lernen. Es macht mir mega Spass dort zu die Pferde zu pflegen und zu betreuen. Auch mit den Besitzern der Pensionspferde habe ich schon ein sehr gutes Verhältniss. Auch darf ich bereits einige Pferde im Auftrag der Besitzer reiten. Ausreiten kann ich nach der Arbeit immer wann ich will mit einem der Schulpferde. Im Moment bin dabei das Gespannfahren zu  lernen und dann Anfang Mai das Gespannfahrbrevet zu machen. Zwei Wochen vor der Prüfung wollte ich mit Fenia Ihren 10ten Geburtstag feiern. aber Fenia wollte nicht mehr richtig fressen und auch trinken. Es wurde kein schönes Geburtstagsfest. In den folgenden Tagen verschlechterte sich Fenias zustand verheerend. 3 Tage nach ihrem Geburi frass sie nicht mehr und wir gingen zum Arzt. Eine Stunde vor dem Besuch erlitt Fenia einen ersten Epylepsie Anfall. Der Arzt machte ein Röntgen. Was ich dann darauf sah, war nicht sehr hoffnungsvoll. Er gab ihr dann eine Spritze und für mich noch Tabletten die ich Ihr geben soll. In der gleichen Nacht schlief ich am Boden neben Fenia, denn ich spürte,dass sie diese Nacht nicht überleben würde. Und so war es auch. Fenia erlitt noch 3 Epylepsie Anfälle in 2 Stunden Abständen und der letzte war tödlich. So verstarb meine über alles geliebte Fenia kurz nach ihrem 10ten Geburtstag bei mir zuhause.Ich hätte ihr noch einige Jahre mehr auf Erden gegönnt, aber der Herr hats gegeben und der Herr hats genommen. Doch für mich war dies eine Riesenkatastrophe, von der ich mich bis heute noch nicht erholt habe.

Hier seht Ihr Sandor, ein Pensionspferd. Obwohl er sehr schlechte Erfahrungen mit  Männern gemacht hat, hat er mich vom ersten Tag an in sein Pferdeherz eingeschlossen. Ohne Küsschen von mir jeden Tag geht bei ihm nichts mehr.....

das ist Lara ein Schul-Reit-und  Wagenpferd. Sie ist ein richtiger Kumpel geworden. Mit ihr reite ich meistens aus....und wir haben viel Spass dabei...im Galopp ist sie ein richtiger Ferrari.....

Anfang Mai 2008 war dann der grosse Tag der Prüfung für das Gespannfahren. Meine Nerven waren angespannt wie Drahtseile und auch die Nervosität bzw Lampenfieber war da. Wir mussten noch einige Zeit warten bis wir an die Reihe kamen. Dann gings los. Pferd einschirren, einspannen und losfahren. Nach etwa 30 Minuten gabs den Fahrerwechsel und ich konnte entspannen. Danach war Mittagspause angesagt und schon gings weiter mit Geschirr- Wagen- und Leinen Kenntnissen. Als entspannung, teilte uns der Chef mit, dass wir das Fahren bestanden hätten. So war die Kenntniss Abfrage nicht mehr so schwierig und auch von den Nerven her ruhiger. Nun hiess dann nur noch warten. Gegen 17:00 Uhr wurden wir dann alle erlöst mit der freudigen Mitteilung, dass alle Prüflinge bestanden hätten. Das war auch für mich wieder ein schönes Gefühl etwas erteicht zu haben. So liess ich es mir dann am Abend in einem Restaurant beim Essen gut gehen und feierte mein bestandenes Gespannfahrbrevet.

Doch wie das Leben so spielt, kam etwa zwei Wochen danach ein harter Schlag auf mich zu, den ich nie erwartet hätte. Plötzlich hatte ich im Rücken schmerzen, die auch mit Schmerzmittel nicht weggingen. Ein paar Tage später, hatte ich in den Weichteilen des rechten Armes unsägliche Schmerzen, die ebenfalls mit Schmerzmittel nicht weggingen. Am anderen Morgen als ich zur Arbeit wollte, schmerzte mich der Arm so sehr, dass ich mitteilen musste, ich könne nicht kommen und müsse zum Arzt. Was ich dann auch machte. Der Arzt sagte mir gleich, dass dies ein Problem der Wirbel und Bandscheiben sei. So schickte er mich in die Physiotherapie und schrieb mich krank. Beim untersuch in der Physio stellte man fest, dass alles verspannt ist. die oberen Rückenwirbel zu nahe aufeinander liegen und auch die Wirbelsäule nicht so ist wie sie sein sollte. Durch diese harte Nachricht, wurde mir langsam klar, dass es mit der Pferdepflege und Misten wie bisher vorbei ist. Denn wenn auch alles wieder gut kommt, ich aber wieder damit anfange geht es nicht lange und ich habe wieder den gleichen Salat. Nun stürzte in mir alles Zusammen, was mich am Leben gehalten hatte. So musste ich meine Stelle per sofort aufgeben, was sehr weh tat. Aber mein Chef hatte Verständnis dafür. Aber es war die grösste Bombe die explodierte in mir, was ich noch nie erlebt habe. Nebst dem körperlichen kamen dann gleich auch noch seelische und psychische Schmerzen, bzw Probleme dazu.  Ja es führte soweit, dass ich mich ernsthaft mit meinem Suizid befasste, ich sah keine Welt mehr, eine Kiste Bier runtersaufen und eine Stange Zigaretten paffen, wäre mir ebenfalls egal gewesen. Mit Bailey ging  ich nur noch wegen ihr spazieren. Ich hatte überhaupt keine Freude mehr daran. Vor den Zug werfen oder den Föhn in die Badewanne, wirkt am besten. Ja so ging es mir. Aufgrund verschiedener Umstände erfuhr mein Arzt davon und informierte einen Psyichiater. Der rief mich dann an und wir machten einen ersten Termin ab. Das Gespärch mit ihm tat gut und auch ich habe mich selber wieder ein wenig gefangen. Aber es hat wirklich nicht mehr viel gefehlt und  ich würde diese Zeilen nicht mehr schreiben. Ich habe es noch nicht verdaut, dass es mit der Betreuung und Pflege meiner liebsten Tiere vorbei ist. Ich hoffe immer noch, dass ich es wenigstens in kleinem Stil noch machen kann. Jetzt bin ich im Moment am umschauen nach einem Pflegepferd, damit ich wenigsten weiter reiten kann.

Irgendwie gab ich meinen Wunsch wieder mit Pferden, wenigstens im kleinen Rahmen, zu tun zu haben, nicht auf. So suchte ich halt doch weiter. Zwischendurch bekam ich von einer Hündeler Kollegin die Einladung in einer Ihrer Ferienwohnungen in Arosa eine Woche gratis Ferien zu machen, die gerne Annahm. So fuhr Ich und Bailey Anfang Juni nach Arosa und liessen alle Probleme und Sorgen hinter uns. Wir verbrachten eine tolle Woche mit Wandern und einfach die Seele Baumeln lassen in Arosa. Das Wetter war zeigeteilt. Zuerst Regenerisch und Kalt und ab der zweiten Wochenhälfte Sonne Pur. Sodass wir doch noch einige 5 Stünder Touren machen konnten. Am Sonntag vor unserer Abreise verletzte sich Bailey leider noch an zwei Krallen, sodass wir statt am Montag schon am Sonntag abreisten. Aber wir kamen frisch mit Energie getankt zurück in den Alltag. Die Verletzung Baileys war gottseidank nicht so schlimm und die Medikamente vom Tierarzt trugen ihr übriges zur Verheilung dazu. Auch habe mich ein wenig stabilisiert, aber ganz über dem Berg bin ich immer noch nicht. Anfang Juli tat sich dann eine Türe auf in einem privaten Stall mit Araber Pferden, die auch gezüchtet werden. Es sind überschaubare 9 liebe Pferde. Ich schloss mit ihnen sofort dicke Freundschaft und bin nun dort 2-3 Tage pro Woche am reiten und Misten. Und siehe da bis jetzt keine Probleme mehr mit Armen. Nur der Rücken spüre ich zwischendurch schon noch, aber ich denke, dass dies auch die fehlende Muskulatur ist. Doch bald kam ein weiterer Schicksalschlag, als mich mein bester Freund anrief und mitteilte, dass er an Leukämie erkrankt sei. Nun ist er schon  an der Chemo. Es ist einfach verrückt. Er hat den Alkohol wie ich besiegt, 3 schwere Operationen überstanden und jetzt die Diagnose Leukämie. Ich unterstütze ihn wo ich nur kann, nur immer besuchen kann ich ihn leider nciht, denn er ist im Kantonsspital St. Gallen. Das verrückte für mich ist, dass ich nur zuschauen und hoffen kann, in Bezug auf Heilung. Denn sein Schicksal liegt (wie unser Aller Schicksal) in Gottes Hand und wenn Gott will, dann wird alles Gut.  Ich kann ihn sehr gut mit der starken Kraft des Gebetes und der Gedanken unterstützen.

Denn ich lebe nach dem Spruch, die eine schwerstkranke junge Frau einmal gesagt hat:

Leider hatte die erste Chemo nicht angeschlagen, weil er eine seltene, aber agressive Art von Leukämie hatte. Nach knapp einer Woche zuhause musste er wieder ins Spital um eine zweite Chemo über sich ergehen zu lassen. Ich ging während dieser Zeit auf eine Reittour im Engadin, die mir viel Erholung brachte. Es war einfach herrlich mit Freiberger Pferden durch die Engadiner Berge zu reiten und im Zelt, Alpstall, Bauernhof etc. zu übernachten. Dieses Gefühl der Freiheit ist ich zu beschreiben. Auch die Gruppe war super. Wir hatten zusammen viel Spass und manche Gespräche gingen bis in die Nacht hinein. So fiel der Abschied am Schluss sehr schwer. Nachdem die Fotos entwickelt waren, fuhr ich zu meinem kranken Freund ins Spital und wollte ihm die Fotos zeigen. Doch er, der sonst jedes Foto von mir sehen wollte, mochte nur ein paar wenige Bilder anschauen. So schwach war er schon und die Flecken der Leukämie waren auch sehr deutlich zu sehen. Als ob ich etwas spürte betete ich mit ihm noch zum Abschied, denn sollte ein Abschied für immer werden. Am Mittwoch darauf, rief er mich an und sagte mir schwacher Stimme, dass es richtung sterben gehe. Ich wollte dies nicht so wahrhaben, aber er wusste es. Denn als ich ihn am Donnerstag anrufen wollte, nahm er nicht ab. Ich versuchte es dann  bei ihm zuhause und sein Onkel teilte mir mit, dass er am Donnerstagmorgen zu seinem Schöpfer heimgegangen sei. Die Leukämie war stärker, als er. Hart für mich war es, weil er genau ein Tag vor meinem Geburtstag über den Regenbogen ging. Seit diesem Zeitpunkt geht das Leben für mich ohne ihn weiter, obwohl er mir heute noch sehr fehlt .Ich widmete wieder den Pferden und Bailey, meiner Hündin. Auch begann ich wieder Reitunterricht zu nehmen um mich Reittechnisch zu verbessern. 

 Im Araberstall lief es auch bestens. Und an Weihnachten 2008 ritt ich in einer Weihnachtsquadrille mit 20 Pferden mit. Dann begann ich zu trainieren für meinen ersten Distanzritt und für den Silbertest. In mir kam immer mehr wieder der Wunsch auf, nach einem zweiten Hund. Als ich dann ein Inserat meiner Züchterin sah, dass sie Welpen hatte, war es um mich geschehen. Nachdem ich die Welpen gesehen hatte war es klar das wir bald wieder zu Dritt sein werden. Ich wählte einen wunderschönes Welpenmädel aus. Natürlich musste ich mich noch einige Zeit gedulden, bis es bei mir war, aber die verging wie im Flug. So kam im August 09 Nina zu uns. Wir waren glücklich und auch Nina freute sich des Lebens. Im Mai bestritt ich erfolgreich meinen ersten Distanzritt auf den noch zwei Weitere folgten.  Dann im Sommer 2009 bestand ich mit grossem Erfolg und Stolz den Silbertest. Der Silbertest ist eine Prüfung im Geländereiten. So lief eigentlich nun alles bestens. Doch Ende September nahm das Schicksal seinen Lauf. Nina lief mir über die Strasse nach und prompt kam ein Auto. Mir blieb das Herz stehen. Ich hörte nur noch ein Geheul und sah wie Nina zum Stall zurückrannte. Als ich sie untersuchte, stellt ich zum Glück fest, dass sie nirgends blutete. Beim Tierarzt wurde dann festgestellt, dass sie das rechte Bein gebrochen hatte. Aber auch hier wieder Glück im Unglück. Der Bruch lag zwischen den Wachstumsfugen und wurde durch die Knochenhaut zusammengehalten. Also nur Fixationgips und 6 Wochen Bettruhe. Danach machten wir noch Physiotherapie und alles wurde Tipp topp. Doch im Stall begann ich mich nicht mehr wohlzufühlen, aus verschiedenen Gründen. Sodass ich dann im Dezember 09 kündigte und ging. Im Nachhinein war dies ein grosser Fehler, weil ich bis heute nichts mehr passendes gefunden habe. Nur noch Aushilfe oder dann für ein paar Monate. So schlug ich mich durch 2010. Im Oktober 2010 ging dann unerwartet ein grosser Traum von mir in Erfüllung. Dank Hilfe einer guten Reiterkollegin und günstiger Umstände konnte ich mir den Traum vom eigenen Pferd erfüllen. Es ist ein Freiberger / Trakehner Mix. Lucky Boy. Mit ihm arbeite ich und reite fast jeden Tag aus, da ich dort auch den Stall selber miste. Zuhause ist er auf einem Bauernhof. Und er ist eine grosse Stütze und mein persönlicher Psychiater, wenn es mir wieder mal schlecht geht. Zu meinen gratis Doktoren gehören natürlich auch meine beiden Hunde. Nina hat sich vom Unfall super gut erholt und springt herum als wär nie was gewesen. Aber all dies verkraften, ohne wieder zu saufen und zu rauchen ist fast unmöglich, wenn da nicht die Bewahrung durch Jesus wäre. Denn er trägt mich durch schwere Zeiten hindurch und ist mein Schwert bei Anfechtungen. Für all das Schöne im Leben darf ich ihm danken und durch das Schwere trägt er mich hindurch. Nun sind wir weiter gespannt ob mein grösster Wunsch auch noch mal in Erfüllung geht: Eine liebendes Herz zu finden als Lebenspartnerin. Wir geben die Hoffnung nicht aus.

Meine Hunde und die Pferde sind aber auch meine Stütze um Suchtfrei zu bleiben. Suchtfrei sein heisst für mich: Nie sich fragen müssen darf ich trinken oder nicht.....nie sich sagen müssen ich darf nicht trinken.....eine Flasche Wein oder Bier für andere zu öffnen, ohne in Versuchung zu geraten.....sich in jeder Gesellschaft frei bewegen zu können. Dies kann ich aber nur weil ich mein Leben Gott übergeben habe und mich von ihm führen lasse. Und ich kann Euch sagen ist spannender als jeder Krimi im TV. Und etwas ist bei jeder chronischen Kankheit ganz wichtig um psychisch Fit zu bleiben und die Lebensfreude zu behalten: NICHT MIT SEINEM SCHICKSAL ZU HADERN UND MISSMUTIG ZU SEIN, NICHT AUF DIE SOGENANNT GESUNDEN SCHAUEN UND NEIDISCH SEIN, SONDERN SEINE KRANKHEIT ZU AKTZEPTIEREN UND IN DIESER AKTZEPTANZ NACH DEN BESTEN MÖGLICHKEITEN ZU SUCHEN MIT FREUDE ZU LEBEN. DAS IST DAS BESTE UM NICHT KRÄNKER ZU WERDEN. Ich hoffe ich habe dem einen oder anderen Mut machen können diesen Schritt zu wagen und aus der Sucht auszubrechen......Für Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung..............   Der unheilbahre Perdevirus werde und möchte ich auch nicht loswerden...........