Oben schrieb ich ja dass für etwas Neues, das alte Sterben muss und dass wir uns am unserem neuen Wohnort wohl fühlten denn am Sylvester 06 kam ein harter Schlag für uns. Denn der Vermieter und Besitzer unseres neuen schönen Zuhause, verstarb ganz unerwartet. Da er keine Nachkommen hat, wird es eine Erbengemeinschaft geben und wir werden ziemlich sicher wieder umziehen müssen. Kurz darauf machte mich der momentane "Verwalter" darauf aufmerksam, dass er meine Hunde nicht in der Wohnung dulde, sondern nur im Gang und draussen vor dem Haus. Aufgrund dieser Antwort entschloss ich mich schweren Herzens freiwillig von hier wegzugehen. Nun sind wir wieder am Suchen nach einem neuen Haus. Denn in eine Wohnung werden wir nie und nimmer ziehen.
ICH RATE EUCH ZÜGELT NIE MIT HAUSTIEREN INS APPENZELLERLAND, DENN HIER SIND HUNDE NUR DRAUSSEN GEDULDET. Am Donnerstag 18. Januar 2007 dachte ich mir, kaufe doch mal die Zeitschrift Tierwelt, vielleicht hat es da noch ein Haus drin für uns. Zuhause angekommen, durchforschte ich den Liegenschaften Markt. Und ich fand ein Angebot, das mir passte. Ich ruf sofort an und es gab einen Termin auf Samstag. Ich schaute mir das Haus an und es gefiel mir, auch die Vermieterfamilie war mir sofort sympathisch und wir hatten sofort den Draht zu einander. Schon deshalb weil sie auch Pferde hat und züchtet die Freiberger Rasse. Selber ist sie im Fahrsport tätig. Ich sagte klar, dass es für mich klar wäre. Und musste mich dann bis Dienstag Gedulden. Am Dienstag 23. Januar um ca 1030 kam der erlösende Anruf, dass wir einziehen können und zwar schon per März 2007. Nun fielen zig Tonnen vom Herzen. Seither kann ich wieder fröhlich sein. Und der jetzige Verwalter unseres noch Hauses, war sofort einverstanden dass wir nicht die normale Kündigungsfrist einhalten. Ich glaube er jubelte, dass er uns los ist. Denn er betrieb in letzter Zeit echt Mobbing. Aber diese Geldgierigen Erben werden noch ihr blaues Wunder erleben und Riesenkrach bekommen, denn ich weiss etwas, dass sie nicht wissen. Nur darf ich es hier nicht schreiben, aber es wird krachen und dies mag ich denen von Herzen gönnen. Aber dies ist dann nicht mehr mein Problem, denn dort wo wir hinkommen sind wir inklusive meinen Hunden herzlich und mit Freuden willkommen. Und nun sind wir am packen was geht und zählen die Stunden bis wir hier Tschüss sagen können. Wir bleiben in der Nähe, gehen aber zurück ins St.Gallische; nähmlich Andwil wird unsere neue Wohngemeinde werden. Ich bin froh, dass diese schwere Zeit nun vorbei ist. Denn nun weiss ich selber was heisst schwere Depressionen zu haben. Ich bin jetzt 14 Jahre Alkohol Sucht frei ohne Probleme und hätte nie gedacht, dass ich einmal ganz knapp an einem Rückfall vorbeischramme. Doch dieser Typ hat es fertiggebracht mich fast in den Rückfall und Sauferei zurückzuwerfen. Aber zum Glück, mit Hilfe von vielen Kollegen am Telefon, per Mail und meinen Chefs, sowie auch den Hunden und meinen 12 treuen Pferden und der Reiterei, aber auch mit Gottes Hilfe, schrammten wir nur, ohne etwas getrunken zu haben. So seht ihr, dass auch ich nicht vor einem Rückfall 100%ig geschützt bin. Es kann/könnte auch mir passieren, denn auch ich bin nur ein Mensch. Nur habe ich gute Strategien entwickelt dagegen einzuwirken. Und 14 Jahre schöner Lebensaufbau wollte ich auch nicht einfach wegen solch einem Typen kaputtmachen. Nun freuen wir uns auf unser neues Zuhause........... Im März 2007 bezogen wir dann unser neues Zuhause in Andwil SG. Ich entrümpelte bei diesem Umzug auch gleich meine Sachen und richtete unser neues Daheim fast komplett neu ein. Nicht mit neuen Möbel, denn dies erlaubt mir mein Budget nicht. Aber ich fand viele schöne und tolle Sachen im Heilsarmee Brockenhaus. Und zu allem Glück fand ich über ein Inserat das ich gemacht habe, eine Freundin...zum erstenmal in meinem Leben hatte ich nun ein Freundin. Wir verstanden uns von Anfang an gut und trafen uns an fast jedem Wochenende. Auch verbrachten dann unsere ersten Kurzferien im Europapark bzw San Jon zusammen. Bis wir dann im Sommer unsere Sommerferien zusammen verbrachten. Und die führten uns mit dem Wohnmobil von der Schweiz aus nach Norwegen bis ans Nordkapp mit der wunderbahren Mitternachtssonne. Es war eine wunderschöne Zeit und die nordischen Länder kann ich als Ferienland nur empfehlen. Doch leider mussten wir immer mehr feststellen, dass wir doch gewisse Unterschiede in unseren Ansichten und Einstellungen haben, die eine dauerhafte Partnerschaft nicht möglich machen würden. So trennten wir uns leider nach den Ferien in Frieden. Für mich war es sehr hart, da ich mich immer nach einer Freundin/Partnerin gesehnt habe. Doch das Leben ist manchmal hart. Ich habe auch den Teilzeitjob als Pferdepfleger an den Nagel gehängt weil ich einen tollen Job in Aussicht hatte. Doch leider wure nichts daraus, sodass ich im Moment wieder etwas am Suchen bin. Und ich bin sicher, dass ich wieder etwas tolles finden werde. Doch eine Partnerin ist im Moment nicht in Sicht. Lassen wir einfach den Dingen hier ihren Lauf und es kommt sowieso wie es kommen muss. Für mich würde mein grösster Lebenstraum/Wunsch in Erfüllung gehen, wenn ich endlich die richtige Partnerin finden würde mit der ich eine Familie gründen könnte. Wenn Sie dies lesen und denken, dieser Markus wäre was für mich, dann nichts wie los und ein Mail oder den Kontakt benutzen und schreiben. Ich beisse nicht und freue mich darauf. So feierte ich meinen Geburtstag wieder wie schon die Jahre zuvor allein mit meinen beiden Hunden und einem Rehpfeffer am Abend und ohne Geschenke. Doch ein Geschenk bekam ich heute noch vom Vermieter mündlich zugesagt. Nähmlich dass wir hier unerwünscht sind und ein neues Daheim suchen sollen bis zum nächsten Frühling. Was solls, wir finden schon was. Es kommt immer wie es kommen muss. Am Wochenende vom Freitag 12. und Samstag 13. Oktober schaute ich mir zwei Pferdepfleger Angebote an. Am Freitag eines im AG und dann gings ins Fribourgische. Ich übernachtete in einem Hotel und arbeitete dann am Samstag auf Probe. Es sind eigene und Pensionspferde. Es gefiel mir gut. So entschied ich mich für das Friebourgische Angebot. Ende Oktober fuhr ich dorthin um dort meine Arbeit zu beginnen und ich freute mich. Es stant mir ein Gäste - Zimmer zur Verfügung bis ich eine Wohnung gefunden habe. Dort hätte ich in eine Wohnung gehen müssen, weil die Mieten für Häuser zu teuer für uns sind. Die Hunde waren kein Problem. Auch hier könnt ihr wieder sehen, es gibt viele Tiefs und manchmal weiss man weder ein noch aus und doch geht eines Tages wieder eine Türe auf. Dies funktioniert sicher auch so, aber am besten funktionierst wenn man einfach auf Gott vertraut und manchmal halt den steinigen Weg nimmt, den einem halt Gott manchmal vorgibt. Denn er weiss schon warum, weil unser Lebensbuch schon geschrieben ist und keiner weiss welche Seiten schon gelesen sind und welche bzw wieviele noch vorhanden sind. Und genau das ist das Schöne, aber auch spannende wenn man sein Leben Gott übergibt und sich von ihm führen lässt. Es macht einfach mega spass und ist spannender als jeder Krimi. Die erste Woche ging gut und auch die zweite Woche war eigentlich Problemlos. Am dritten Wochenende nahm ich ein kleines Kreuz mit und stellte es in meinem Zimmer auf. Und jetzt begann Gott zu wirken als Schwert und Schild für die Anfechtungen. Denn kaum hatte ich dieses Kreuz aufgestellt, merkte ich dass hier nicht ganz alles stimmt und ich nicht auf Dauer Glücklich werde. Ich kämpfte am Anfang dagegen an, doch am Dienstag bzw Mittwoch war mein Entscheid gefallen, dass ich hier aufhöre und wieder in meine alte Heimat und Wohnort zurückkehre und zwar so schnell als Möglich. Ich habe dann auch bereits meine Fühler nach einer anderen Stelle ausgestreckt und konnte bereits einen Vorstellungstermin ausmachen. Dann kam der Mittwoch Abend und der grosse Knall. Mein Chef fragte mich, ob es mir gefalle und ich sagte ja schon, aber das gewisse etwas fehle mir halt. Den wahren Grund konnte ich nicht nennen. Er meinte ich müsse es ihm sagen, dass er die Stelle ausschreiben könne. Ich sagte er solle sie ausschreiben. Er meinte nur, dann hast Du schon was anderes und ich gab zur Antwort, dass ich am Samstag etwas anschaue. Dann meinte er, er habe sovielen abgesagt und ich sei Unehrlich gewesen. Aber ich solle doch wenigsten noch bis Ende Monat bleiben. Ich bejaht zögerlich und damit war das Gespräch beendet. Nach dem Nachtessen, dachte ich mir, dass ich meinem Chef wenigstens helfe und setzte ein Inserat ins Internet mit seiner Natel Nr. Und jetzt gabs den Knall. Gegen 2300 Uhr klopfte es an die Türe und eine barsche raue Stimme schrie mach sofort die Türe auf. Ich öffnete und dann hiess es, dass ich entweder sofort anständig sein solle oder sofort gehen könne. Ich entschied mich für das letztere. Packte meinen sieben Sachen ins Auto und fuhr um Mitternacht los zurück in die Ostschweiz nach Andwil. Meinem Chef hats nicht gepasst, dass ich ein Inserat für ihn machte. Das brachte ihn zum Kochen. Und damit zeigte er sein wahres Gesicht. So bin ich froh dass ich dort nicht weitermache. Es hat mir aber auch gezeigt wie stark Gott als Schutz wirken kann. Denn hier zeigte sich woher der Wind wehte, nähmlich von Luzifer. Aber Gott ist stärker. Das passierte wegen dem Kreuz. Wir fuhren nun durch die Nacht heimwärts bei Schneetreiben und sehr misslichen Strassenverhältnissen. Gegen 0300 Uhr in der früh kamen wir gut und gesund zuhause an. Nun sind wir wieder am Suchen bzw können uns am Samstag bei einer sehr interessanten Stelle vorstellen. Ah ja der wahre Grund dass es mir fehlte ist der Umgang mit den Pferden und die Einstellung dazu. Sie werden schon recht gehalten, aber liebe und Antennen haben die Leute nicht zu geben um zu fühlen was los ist. Es tut mir nur für die Pferde leid, aber deshalb konnte ich nicht bleiben. Dann erhielt ich noch die Kündigung des gemieteten Hauses auf Ende Februar. Denn ich habe auch im Haus den Herrn als Schild und genau dies passt halt auch hier Luzifer nicht, deshalb müssen wir gehen. Sie können nun denken ich spinne, sei in einer Sekte usw...Sie können auch denken, den Satan und die Hölle gebe es nicht, genauso wie es Jesus und Gott nicht gebe....Das ist mir egal, ich spinne nicht und bin in keiner Sekte. Ich weiss, dass es das Böse und Satan gibt, genauso wie es Engel, Jesus und Gott gibt, der aber stärker als das Böse ist, wenn man ihm Vertraut. Ich habe Gott schon in vielen Situationen erlebt, ich habe Gott (Jesus) gesehen, ich habe Engel als Begleiter an meiner Seite und Mitfahrer im Auto, Zug, etc. gespürt und auch schon gesehen, ja sogar ganz Scharen von Engel gesehen, ich habe auch ihre Stimme gehört....Ja ich habe es erlebt wie Gott, Jesus, Engel mich vor Unfall und Unheilt bewahrt haben, mich geführt haben auf Engen gefährlichen Pfaden........ja lieber Leser, das ist meiner Erfahrung, kein Hirngespinnst, keine Halluzinationen, nein es ist die Realität, wenn die Antennen offen sind, können auch Sie dies spüren und erleben.....und was gibt es nichts Schöneres als in einer Sicherheit in jeder Situation zu leben..... Ich fand dann ein Pferdepfleger Angebot in der Nähe wo wir noch wohnen. Dieses Angebot nahm ich dann an und begann Probe zu Arbeiten. Doch aufgrund verschiedener Umstände machten meine Gelenke in den Händen, Knien und Kreuz nicht mit, sodass ich aufgeben musste. Denn die Gesundheit ist mir doch noch wichtiger als ein Job. Nun ist im Moment vieles Offen. Es ist im Moment auch Ungewiss, ob ich jemals wieder Pferde betreuen kann, reiten schon, aber das andere ??? Aber auch hier lasse ich nun einfach Jesus und Gott schalten und walten und vertraue grenzenlos auf ihn. Aber eines ist sicher, dass wir Advent und Weihnachten noch am jetzigen Wohnort feiern werden. Denn diese Zeit ist für mich die schönste Zeit des Jahres und wir lassen es uns trotz allen Problemen nicht nehmen diese Zeit zu geniessen und zu feiern mit Adventskranz und Christbaum. Da ich aber im Moment nicht weiss wie es mit einer Teilzeitarbeit weitergeht ist in dieser Hinsicht und auch Wohnmässig alles offen. Ich habe einige Lichtblicke und lasse mich nun überraschen was uns das Jesus Kind in der Krippe zu Weihnachten schenken wird......Denn wer mit diesem Kind und Gott lebt und ihm grenzenlos vertraut, der hat auf festen Grund gebaut und weiss, dass irgend ein Türchen wieder aufgehen wird. Auch wenn man manchmal denkt dass es nun nicht mehr geht. Es geht weiter, das ist sicher......... Mitte Dezember 2007 meldete ich mich auf eine Pferdepflegerstelle, die meinen Vorstellungen ziemlich genau entsprach. Denn ich bin wieder OK. Und weiss einfach, dass wenn überhaupt etwas machen, ich nur etwas mit Pferden machen kann. Nach dem Vorstellungsgespräch machten ich ein Probearbeiten aus. Aber nicht nur einen Tag, sondern gleich drei volle Tage. Denn nur so konnte ich merken ob es wirklich geht. Und es ging. Absolut keine Gelenkprobleme. Nun werde ich ab Mitte Februar in einem feinen, kleinen Reit- und Fahrstall 22 Pferde betreuen. Darauf freue ich mich mega. Wir brauchen jetzt einfach noch ein passendes Obdach zu finden. Auch hier vertraue ich auf Gott und es tut sich auch was. Nun sind wir schon fest am Packen, damit der Umzug dann reibungslos über die Bühne geht. Einen kleinen Wehrmutstropfen kam dann doch noch auf mich zu. Fenia, meine ältere Hündin, die im April 10 Jahre alt wird, entwickelte eine Inkontinenz, die wir nun mit Tabletten einigermassen im Griff haben. Doch sie merkt auch nicht mehr, wenn sie Stuhl absetzen muss. Er kommt einfach raus. Und dies kann mann leider nicht behandeln. Vor allem wenn sie schläft merkt sie beides nicht mehr. Aber damit kann ich leben. Denn sonst ist sie noch topfit. Sie hat mir soviel geholfen in schwierigen Lebenssituationen, dass es nun an mir ist, ihr zu helfen wo es geht. Denn so rasch gebe ich sie nicht her. Wir werden das Kind schon schaukeln....... Denn ich brauche im Moment meine Hunde sehr. Weil ich genug negatives um mich herum erlebt habe, von verschiedensten Menschen, die mich fertigmachen wollten. Sie schaften es aber nicht, weil Jesus mein Schild und Schwert gegen sie ist. Trotzdem bin ich im Moment psychisch sehr stark angeschlagen. Wenn aber alles mal vorüber ist und ich wieder meine Hufler habe, im Sattel sitze....dann bin ich sicher gehts auch mir wieder besser........
Anfang Mai 2008 war dann der grosse Tag der Prüfung für das Gespannfahren. Meine Nerven waren angespannt wie Drahtseile und auch die Nervosität bzw Lampenfieber war da. Wir mussten noch einige Zeit warten bis wir an die Reihe kamen. Dann gings los. Pferd einschirren, einspannen und losfahren. Nach etwa 30 Minuten gabs den Fahrerwechsel und ich konnte entspannen. Danach war Mittagspause angesagt und schon gings weiter mit Geschirr- Wagen- und Leinen Kenntnissen. Als entspannung, teilte uns der Chef mit, dass wir das Fahren bestanden hätten. So war die Kenntniss Abfrage nicht mehr so schwierig und auch von den Nerven her ruhiger. Nun hiess dann nur noch warten. Gegen 17:00 Uhr wurden wir dann alle erlöst mit der freudigen Mitteilung, dass alle Prüflinge bestanden hätten. Das war auch für mich wieder ein schönes Gefühl etwas erteicht zu haben. So liess ich es mir dann am Abend in einem Restaurant beim Essen gut gehen und feierte mein bestandenes Gespannfahrbrevet. Doch wie das Leben so spielt, kam etwa zwei Wochen danach ein harter Schlag auf mich zu, den ich nie erwartet hätte. Plötzlich hatte ich im Rücken schmerzen, die auch mit Schmerzmittel nicht weggingen. Ein paar Tage später, hatte ich in den Weichteilen des rechten Armes unsägliche Schmerzen, die ebenfalls mit Schmerzmittel nicht weggingen. Am anderen Morgen als ich zur Arbeit wollte, schmerzte mich der Arm so sehr, dass ich mitteilen musste, ich könne nicht kommen und müsse zum Arzt. Was ich dann auch machte. Der Arzt sagte mir gleich, dass dies ein Problem der Wirbel und Bandscheiben sei. So schickte er mich in die Physiotherapie und schrieb mich krank. Beim untersuch in der Physio stellte man fest, dass alles verspannt ist. die oberen Rückenwirbel zu nahe aufeinander liegen und auch die Wirbelsäule nicht so ist wie sie sein sollte. Durch diese harte Nachricht, wurde mir langsam klar, dass es mit der Pferdepflege und Misten wie bisher vorbei ist. Denn wenn auch alles wieder gut kommt, ich aber wieder damit anfange geht es nicht lange und ich habe wieder den gleichen Salat. Nun stürzte in mir alles Zusammen, was mich am Leben gehalten hatte. So musste ich meine Stelle per sofort aufgeben, was sehr weh tat. Aber mein Chef hatte Verständnis dafür. Aber es war die grösste Bombe die explodierte in mir, was ich noch nie erlebt habe. Nebst dem körperlichen kamen dann gleich auch noch seelische und psychische Schmerzen, bzw Probleme dazu. Ja es führte soweit, dass ich mich ernsthaft mit meinem Suizid befasste, ich sah keine Welt mehr, eine Kiste Bier runtersaufen und eine Stange Zigaretten paffen, wäre mir ebenfalls egal gewesen. Mit Bailey ging ich nur noch wegen ihr spazieren. Ich hatte überhaupt keine Freude mehr daran. Vor den Zug werfen oder den Föhn in die Badewanne, wirkt am besten. Ja so ging es mir. Aufgrund verschiedener Umstände erfuhr mein Arzt davon und informierte einen Psyichiater. Der rief mich dann an und wir machten einen ersten Termin ab. Das Gespärch mit ihm tat gut und auch ich habe mich selber wieder ein wenig gefangen. Aber es hat wirklich nicht mehr viel gefehlt und ich würde diese Zeilen nicht mehr schreiben. Ich habe es noch nicht verdaut, dass es mit der Betreuung und Pflege meiner liebsten Tiere vorbei ist. Ich hoffe immer noch, dass ich es wenigstens in kleinem Stil noch machen kann. Jetzt bin ich im Moment am umschauen nach einem Pflegepferd, damit ich wenigsten weiter reiten kann. Irgendwie gab ich meinen Wunsch wieder mit Pferden, wenigstens im kleinen Rahmen, zu tun zu haben, nicht auf. So suchte ich halt doch weiter. Zwischendurch bekam ich von einer Hündeler Kollegin die Einladung in einer Ihrer Ferienwohnungen in Arosa eine Woche gratis Ferien zu machen, die gerne Annahm. So fuhr Ich und Bailey Anfang Juni nach Arosa und liessen alle Probleme und Sorgen hinter uns. Wir verbrachten eine tolle Woche mit Wandern und einfach die Seele Baumeln lassen in Arosa. Das Wetter war zeigeteilt. Zuerst Regenerisch und Kalt und ab der zweiten Wochenhälfte Sonne Pur. Sodass wir doch noch einige 5 Stünder Touren machen konnten. Am Sonntag vor unserer Abreise verletzte sich Bailey leider noch an zwei Krallen, sodass wir statt am Montag schon am Sonntag abreisten. Aber wir kamen frisch mit Energie getankt zurück in den Alltag. Die Verletzung Baileys war gottseidank nicht so schlimm und die Medikamente vom Tierarzt trugen ihr übriges zur Verheilung dazu. Auch habe mich ein wenig stabilisiert, aber ganz über dem Berg bin ich immer noch nicht. Anfang Juli tat sich dann eine Türe auf in einem privaten Stall mit Araber Pferden, die auch gezüchtet werden. Es sind überschaubare 9 liebe Pferde. Ich schloss mit ihnen sofort dicke Freundschaft und bin nun dort 2-3 Tage pro Woche am reiten und Misten. Und siehe da bis jetzt keine Probleme mehr mit Armen. Nur der Rücken spüre ich zwischendurch schon noch, aber ich denke, dass dies auch die fehlende Muskulatur ist. Doch bald kam ein weiterer Schicksalschlag, als mich mein bester Freund anrief und mitteilte, dass er an Leukämie erkrankt sei. Nun ist er schon an der Chemo. Es ist einfach verrückt. Er hat den Alkohol wie ich besiegt, 3 schwere Operationen überstanden und jetzt die Diagnose Leukämie. Ich unterstütze ihn wo ich nur kann, nur immer besuchen kann ich ihn leider nciht, denn er ist im Kantonsspital St. Gallen. Das verrückte für mich ist, dass ich nur zuschauen und hoffen kann, in Bezug auf Heilung. Denn sein Schicksal liegt (wie unser Aller Schicksal) in Gottes Hand und wenn Gott will, dann wird alles Gut. Ich kann ihn sehr gut mit der starken Kraft des Gebetes und der Gedanken unterstützen. Denn ich lebe nach dem Spruch, die eine schwerstkranke junge Frau einmal gesagt hat:
Leider hatte die erste Chemo nicht angeschlagen, weil er eine seltene, aber agressive Art von Leukämie hatte. Nach knapp einer Woche zuhause musste er wieder ins Spital um eine zweite Chemo über sich ergehen zu lassen. Ich ging während dieser Zeit auf eine Reittour im Engadin, die mir viel Erholung brachte. Es war einfach herrlich mit Freiberger Pferden durch die Engadiner Berge zu reiten und im Zelt, Alpstall, Bauernhof etc. zu übernachten. Dieses Gefühl der Freiheit ist ich zu beschreiben. Auch die Gruppe war super. Wir hatten zusammen viel Spass und manche Gespräche gingen bis in die Nacht hinein. So fiel der Abschied am Schluss sehr schwer. Nachdem die Fotos entwickelt waren, fuhr ich zu meinem kranken Freund ins Spital und wollte ihm die Fotos zeigen. Doch er, der sonst jedes Foto von mir sehen wollte, mochte nur ein paar wenige Bilder anschauen. So schwach war er schon und die Flecken der Leukämie waren auch sehr deutlich zu sehen. Als ob ich etwas spürte betete ich mit ihm noch zum Abschied, denn sollte ein Abschied für immer werden. Am Mittwoch darauf, rief er mich an und sagte mir schwacher Stimme, dass es richtung sterben gehe. Ich wollte dies nicht so wahrhaben, aber er wusste es. Denn als ich ihn am Donnerstag anrufen wollte, nahm er nicht ab. Ich versuchte es dann bei ihm zuhause und sein Onkel teilte mir mit, dass er am Donnerstagmorgen zu seinem Schöpfer heimgegangen sei. Die Leukämie war stärker, als er. Hart für mich war es, weil er genau ein Tag vor meinem Geburtstag über den Regenbogen ging. Seit diesem Zeitpunkt geht das Leben für mich ohne ihn weiter, obwohl er mir heute noch sehr fehlt .Ich widmete wieder den Pferden und Bailey, meiner Hündin. Auch begann ich wieder Reitunterricht zu nehmen um mich Reittechnisch zu verbessern. Im Araberstall lief es auch bestens. Und an Weihnachten 2008 ritt ich in einer Weihnachtsquadrille mit 20 Pferden mit. Dann begann ich zu trainieren für meinen ersten Distanzritt und für den Silbertest. In mir kam immer mehr wieder der Wunsch auf, nach einem zweiten Hund. Als ich dann ein Inserat meiner Züchterin sah, dass sie Welpen hatte, war es um mich geschehen. Nachdem ich die Welpen gesehen hatte war es klar das wir bald wieder zu Dritt sein werden. Ich wählte einen wunderschönes Welpenmädel aus. Natürlich musste ich mich noch einige Zeit gedulden, bis es bei mir war, aber die verging wie im Flug. So kam im August 09 Nina zu uns. Wir waren glücklich und auch Nina freute sich des Lebens. Im Mai bestritt ich erfolgreich meinen ersten Distanzritt auf den noch zwei Weitere folgten. Dann im Sommer 2009 bestand ich mit grossem Erfolg und Stolz den Silbertest. Der Silbertest ist eine Prüfung im Geländereiten. So lief eigentlich nun alles bestens. Doch Ende September nahm das Schicksal seinen Lauf. Nina lief mir über die Strasse nach und prompt kam ein Auto. Mir blieb das Herz stehen. Ich hörte nur noch ein Geheul und sah wie Nina zum Stall zurückrannte. Als ich sie untersuchte, stellt ich zum Glück fest, dass sie nirgends blutete. Beim Tierarzt wurde dann festgestellt, dass sie das rechte Bein gebrochen hatte. Aber auch hier wieder Glück im Unglück. Der Bruch lag zwischen den Wachstumsfugen und wurde durch die Knochenhaut zusammengehalten. Also nur Fixationgips und 6 Wochen Bettruhe. Danach machten wir noch Physiotherapie und alles wurde Tipp topp. Doch im Stall begann ich mich nicht mehr wohlzufühlen, aus verschiedenen Gründen. Sodass ich dann im Dezember 09 kündigte und ging. Im Nachhinein war dies ein grosser Fehler, weil ich bis heute nichts mehr passendes gefunden habe. Nur noch Aushilfe oder dann für ein paar Monate. So schlug ich mich durch 2010. Im Oktober 2010 ging dann unerwartet ein grosser Traum von mir in Erfüllung. Dank Hilfe einer guten Reiterkollegin und günstiger Umstände konnte ich mir den Traum vom eigenen Pferd erfüllen. Es ist ein Freiberger / Trakehner Mix. Lucky Boy. Mit ihm arbeite ich und reite fast jeden Tag aus, da ich dort auch den Stall selber miste. Zuhause ist er auf einem Bauernhof. Und er ist eine grosse Stütze und mein persönlicher Psychiater, wenn es mir wieder mal schlecht geht. Zu meinen gratis Doktoren gehören natürlich auch meine beiden Hunde. Nina hat sich vom Unfall super gut erholt und springt herum als wär nie was gewesen. Aber all dies verkraften, ohne wieder zu saufen und zu rauchen ist fast unmöglich, wenn da nicht die Bewahrung durch Jesus wäre. Denn er trägt mich durch schwere Zeiten hindurch und ist mein Schwert bei Anfechtungen. Für all das Schöne im Leben darf ich ihm danken und durch das Schwere trägt er mich hindurch. Nun sind wir weiter gespannt ob mein grösster Wunsch auch noch mal in Erfüllung geht: Eine liebendes Herz zu finden als Lebenspartnerin. Wir geben die Hoffnung nicht aus.
Meine Hunde und die Pferde sind aber auch meine Stütze um Suchtfrei zu bleiben. Suchtfrei sein heisst für mich: Nie sich fragen müssen darf ich trinken oder nicht.....nie sich sagen müssen ich darf nicht trinken.....eine Flasche Wein oder Bier für andere zu öffnen, ohne in Versuchung zu geraten.....sich in jeder Gesellschaft frei bewegen zu können. Dies kann ich aber nur weil ich mein Leben Gott übergeben habe und mich von ihm führen lasse. Und ich kann Euch sagen ist spannender als jeder Krimi im TV. Und etwas ist bei jeder chronischen Kankheit ganz wichtig um psychisch Fit zu bleiben und die Lebensfreude zu behalten: NICHT MIT SEINEM SCHICKSAL ZU HADERN UND MISSMUTIG ZU SEIN, NICHT AUF DIE SOGENANNT GESUNDEN SCHAUEN UND NEIDISCH SEIN, SONDERN SEINE KRANKHEIT ZU AKTZEPTIEREN UND IN DIESER AKTZEPTANZ NACH DEN BESTEN MÖGLICHKEITEN ZU SUCHEN MIT FREUDE ZU LEBEN. DAS IST DAS BESTE UM NICHT KRÄNKER ZU WERDEN. Ich hoffe ich habe dem einen oder anderen Mut machen können diesen Schritt zu wagen und aus der Sucht auszubrechen......Für Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.............. Der unheilbahre Perdevirus werde und möchte ich auch nicht loswerden........... | ||||